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9. November 20052005-11-09 Stieg! Genau ein Jahr nach deinem Tod ist der Schmerz kein Stück geringer. Du fehlst mir - als Freund, Kollege und Mensch.
Schweden ist anders geworden, seit du weg bist. Meine Besuche in diesem Land werden kürzer, allgemeiner. Deine Wärme fehlt in diesem kalten Land. Treffe ich angenehme, kluge, hilfsbereite, offenherzige und auf Ausgleich bedachte Schweden, so denke ich dabei an dich und werde traurig.
Expo ist anders geworden. Sicher, du hast tüchtige Nachfolger, fleissige und integre Menschen, die alles tun, um das, was du begonnen hast, in deinem Sinne fortzusetzen. Das Layout ist sogar besser geworden, als es je zuvor war. Allein, mir fehlt deine Signatur, dein Florett. Unsere Freundschaft, die Gespräche mit dir, die Einsichten, dein Rat, alles hatte Auswirkungen, ganz genau wie es auch James Wardally schrieb: Dich zu kennen "has made me a better person". Nicht nur dein Leben, auch dein Tod hat mich verändert. Ich bin nachsichtiger geworden. Denke mehr über Sinn und Zweck, Lebenssinn und Lebensqualität nach - Letztgenanntes war dir für dich selbst ja stets zweitrangig und sollte im Alter genossen werden. Ein Alter, das du nie erreichen durftest. Das macht mich am Allertraurigsten. Und - dass du nicht mehr erleben durftest, wie dein Millenium-Projekt die Leserschaft begeistert. Der Krimi ist in Deutschland und hier in der Schweiz noch nicht erschienen. Ich muss also noch warten. Ich hasse Krimis! Ob du das auch noch änderst? Jag saknar dig, min käre vän! Michael Schmidt uppdaterad: 2005-11-09 © Tidskriften Expo. Detta material är skyddat enligt lagen om upphovsrätt. Ansvarig utgivare: Daniel Poohl |